Von Online ins Offline

Für Apotheken und Arztpraxen
15
Sep

Wie Sie sich als E-Rezept-Experten etablieren

An die Telematikinfrastruktur müssen Sie bis zum 30. September angeschlossen sein – und das E-Rezept kommt spätestens im Januar 2022. Was können Sie tun, damit Ihre Patienten dann wissen, dass Sie auch in Sachen E-Rezept der beste Ansprechpartner sind?

Das E-Rezept hat sich mehr und mehr zum Reizthema unter Apo­thekern entwickelt. Denn was schon seit langer Zeit im Gespräch ist, Zieht sich bei der Umsetzung wie Kaugummi: Nach diversen Verschiebungen soll das digitale Rezept sein Analogon aus Papier nun im Januar 2022 ablösen.

Auch die Patienten empfinden das Thema ,.E-Rezept” derzeit noch nicht als drängend. Im Moment läuft in den meisten Apotheken und Arztpraxen alles wie gewohnt – und nur an einigen wenigen Stel­len stoßen die Patienten zufällig auf die ein oder andere Botschaft a Ja „Wir können E-Rezept!” Daher stellen sich im Augenblick (noch) die wenigsten von ihnen die Frage, ob ihre Stammapotheke das E-Re­zept kann – zumal eines klar ist: Im Zweifelsfall gibt es schon diejeni• gen, die es können.
Denn die pflastern ja seit gerau· mer Zeit jede Bushaltestelle und viele Zeitschriften mit ihrer Wer­bung zu .• Ihr Rezept ist bei uns in guten Händen, auch als E•Rezept” oder .Wir sind E-Rezept-ready: steht da. Gut für die Patienten, das für den Zeitpunkt zu wissen, zu dem es so weit ist. Schlecht aller­dings für diejenigen. die ihre Kun­den bis dahin nicht vorbereitet haben. Denn wenn das E-Rezept erst maJ da ist, ist es eigentlich schon zu spät – vor allem dann, wenn sich bereits das Bild eines (anderen) E-Rezept-$pezialisten in den Köpfen manifestiert hat.

“Mit 66 Jahren ist lange
noch nicht Schluss”

Zunächst einmal: Wie weit ver­breitet sind Smartphone, Tablet und Co. überhaupt? Hierzu ein paar Zahlen: Laut der Studie „Di­gital 2020″ der Agentur .We Are Social” nutzen von Deutschlands ca. 83 Mio. Einwohnern fast 78 Mio. das Internet – also an die 95 %. Und 132% der deutschen Bevöl­kerung nutzen überdies ein Smartphone. Diese Werte stoßen natürlich erst einmal seltsam auf, gerade wenn man berücksichtigt, dass kleine Kinder keine inter­netfähigen Geräte nutzen und dass es zudem Komplettverwei­gerer gibt. Inbegriffen sind je• doch auch Menschen mit mehre­ren Smartphones.

Dieser Artikel ist erschienen in der AWA – Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker Nr.18 / 15. September 2020 / Autor: Anna Schatz