Von Online ins Offline

Für Apotheken und Arztpraxen
10
Jan

Ich behalte das im Auge…..

Was „Aufschieberitis“ mit Ihnen und Ihren Mitarbeitern macht.

Die Aufschieberitis, oder im Fachjargons auch Prokrastination genannt beschreibt einen ziemlich einfach zu verstehenden Zustand: Dinge, die wir uns fest vorgenommen haben, verschieben wir letztendlich doch auf morgen, oder übermorgen…

Was sich zunächst ganz witzig anhört, ist besonders für Führungskräfte gesundheitsgefährdend.
Die Wissenschaftler um Manfred Beutel, von der Universität Mainz haben in einer großangelegten Studie herausgefunden, dass das Stresslevel, die Neigung zu Depressionen und der Grad der Erschöpfung bei Personen, die regelmäßig prokrastinieren erheblich ansteigt.
Eine zusätzliche Belastung stellt die Wahrnehmung durch andere Menschen in Ihrem Umfeld dar. Oft wird genau dieses Aufschiebeverhalten, für faul oder entscheidungsmüde gehalten, doch die Prokrastination ist eine ernstzunehmende Verhaltensveränderung, die sich oft aufs Privatleben überträgt.

Priorisieren könnte eine Lösung sein, dass meinen zumindest Viele Menschen, die gutgemeinte Ratschläge zu diesem Thema platzieren. Doch dabei ist Vorsicht geboten:
Priorisieren Sie Ihre Aufgaben einfach nach einem bekannten Schema (z.B. Eisenhower, ABC Analyse, Pareto Prinzip) beschäftigen Sie sich von nun an jeden Tag ausgiebig mit dem einordnen Ihrer To Do`s in später, noch später, morgen. Sie haben es also geschafft! Sie haben prokrastiniert.
Das Alleinige Priorisieren, reicht für eine gesunde Ressourcenverteilung also nicht aus.
Ein nachhaltiges und personenkonzentriertes Coaching kann hierbei große Erfolge erzielen.

Schauen wir uns das Vorgehen von Experten in diesem Themenbereich einmal genauer an:

1. Schritt : Strukturierung des Arbeitsverhaltens

Bei diesem Schritt hat der Blick eines erfahrenen Coaches auf alle Arbeitsprozesse im Unternehmen einen unschätzbaren Wert.
Aufgaben werden dabei so strukturiert, dass sie ausführbar, einhaltbar und zielführend sind. Außerdem werden Prozesse so gestaltet, dass sie komplett beschreibbar und nachvollziehbar sind, was für eine spätere Delegation, oder Teilung in Arbeits- und Verantwortungsbereiche unerlässlich ist.

Dieser Artikel ist erschienen in der AWA – Aktueller Wirtschaftsdienst für Apotheker Nr.18 / 15. September 2020 / Autor: Anna Schatz